Juliane Zöllner
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Über mich



Als Kind prügelte ich mich mit Jungs und ging oft allein im Wald spazieren. Sofern Menschen in meiner Umgebung waren, mochte ich es, wenn sie mich nicht weiter beachteten oder einfach die Klappe hielten. Ich wollte Gärtnerin werden. Am liebsten Bonsai-Gärtnerin. Oder Physiotherapeutin.

Mein Kunstgeschichtsstudium in Heidelberg fand ich etwas etepetete. Folglich fing ich an, neben meinen Hausarbeiten vor allem Gedichte zu schreiben. Vermittelt über Lyriklesungen fand ich zum Schauspiel, gründete mehrere Theatergruppen, beschäftigte mich mit szenischem Schreiben, Stimmbildung, Filmschnitt. Schließlich schloss ich in Germanistik und Philosophie mein Studium ab und begann die Arbeit an meinem ersten Roman, die ich in Leipzig fortsetzte, nunmehr als Studentin am Literaturinstitut.

Heute ist mir klar, dass mir eine etwas groteske Sprachsensibilität anhaftet. Immerhin habe ich mir auf dem kurvenreichen Weg zu dieser Erkenntnis ein paar Fähigkeiten erarbeitet. Und da sich Routinen in einem Menschenleben früh genug einstellen, schätze ich nach wie vor Abwechslung und Herausforderungen. Nur eins kann ich nicht: schnell was runtertippen. Ich arbeite kontinuierlich und hartnäckig, ich halte mich an Deadlines – aber eiliges Schreiben geht immer auf Kosten der Qualität.

Mein alter Wunsch nach Ruhe sollte übrigens nicht verwechselt werden mit einem Hang zur inneren Abschottung. Ich mag es, zu kommunizieren, aber nicht nur verbal. Jedenfalls ist es mir nach wie vor ein Bedürfnis, Physis und Geist durch tägliche Praxis zusammenzuhalten. Neben der kontinuierlichen Beschäftigung mit Tanz, Yoga und Performance-Art probiere ich mich immer wieder in neuen Techniken und Sportarten aus. Über Anfragen zu Themen aus diesem Bereich freue ich mich also ebenso wie zu Sprach- und Literaturthemen.